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Aktuelle Ausgabe 2 / 2019


Latrinen-Archäologie


Latrinen sind für Archäologen wahre Schatzgruben.

In ihnen findet man zahlreiche Zeugen der Alltagskultur vergangener Epochen:
Keramikgefäße, Gläser oder Tierknochen als Speiseabfälle wurden in die Latrinen, die man auch als Abfallschächte nutzte, geworfen.

Durch archäobotanische und parasitologische Untersuchungen lassen sich die Ernährungsgewohnheiten der Menschen sowie Krankheiten durch Darmparasiten wie Bandwürmer feststellen. Auch kulturgeschichtlich ist die Entwicklung des »stillen Örtchens« von der Römerzeit bis heute von großem Interesse.

In römischer Zeit gab es große Gemeinschaftslatrinen mit bis zu 80 Sitzen ohne Sichtschutz eng nebeneinander, wobei insbesondere die reich mit Marmor ausgestatteten Prachtlatrinen ins Auge stechen.

Waren aber die römischen Latrinen wirklich so hygienisch fortschrittlich, wie man glaubt?

Neue Untersuchungen lassen daran zweifeln.




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