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Aktuelle Ausgabe 2 / 2018


Kannibalismus

Mythos oder Wirklichkeit?



Haben Kannibalen vor Jahrtausenden auch in Mitteleuropa ihre Feinde aufgegessen?
Oder ist der angebliche Kannibalismus nur ein Mythos?

Durch die Geschichte zieht sich das Klischee von der Menschenfresserei, die man gerne seinen Feinden oder von der Norm Abweichenden unterstellte - im Mittelalter etwa den Juden oder als Hexen denunzierten Frauen.

Man kann deshalb die Frage stellen, ob es überhaupt jemals irgendwo eine gesellschaftlich akzeptierte Form des Kannibalismus gegeben hat.

Auch in der Archäologie ist man heute vorsichtiger mit der Kannibalismus-These und zieht bei Schnittspuren an Menschenknochen auch andere Deutungen wie Sekundärbestattungen (wobei Leichname noch einmal umgebettet und auch zerteilt werden können) in Erwägung.

Dennoch gibt es einige Fundorte, bei denen Archäologen Kannibalismus ernsthaft diskutieren, darunter das in ganz Europa einmalige Grabenwerk von Herxheim in der Pfalz, wo in der Jungsteinzeit Hunderte von Menschen zerstückelt wurden.



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